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Linda erkundet Svalbard

Mitternachtssonne & vieles mehr

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch ein Update geben, was alles so nach der letzen Fieldwork so passiert und wie es weitergeht ;)

Mittlerweile steigen die Temperaturen und wir können auf unserem Vordach den Kaffee genießen.

So langsam, aber sicher fängt der Schnee an zu schmelzen. Die letzten Tage hatten wir +2°C.  Die winterlichen Temperaturen sind erstmal nicht mehr in Sicht. Nach 4 Monaten fast ausschließlich Temperaturen unter 0°C, fühlt es sich gerade wie Sommer an :D Dafür sind die Starßen und Wege das erste Mal eisfrei!

Dazu kommt noch das viele Licht ;) Seit Mitte April haben wir Mitternachtssonne und es wird nachts nicht mehr dunkel. Daran muss man sich erstmal gewöhnen und versuchen zu einer normalen Zeit ins Bett zu gehen. Das gelingt allerdings nicht immer... denn 2 oder 14 uhr macht wirklich kaum keinen Unterschied. Letzte Woche haben wir eine Wanderung in der Nacht gemacht. Das Fotos ist vom Berg aus mit dem Blick über Longyearbyen um halb 3 aufgenommen! Und ganz ehrlich: es ist schon ziemlich cool die Sonnenbrille (begründet!) mitten in der Nacht zu tragen ;)

Sonst habe ich in den letzten Wochen mit einer kleinen Gruppe von Mitstudenten in der Eishöhle auf dem Gletscher übernachtet. Das ist ein tolles Erlebnis morgens aufzuwachen und die wunderschönen Eisstrukturen um sich zu haben. In der Eishöle sind die Temperaturen ein paar Grad unter Null. Jetzt hat dieses Erlebnis den Vorteil, dass man, wenn man die Kopflampen ausschlatet, nochmal die absolute Dunkelheit geneißen kann. Bei unserer zweiten Übernachtung sind wir einen Eisvorsprung von etwa 5 m runtergeklettert und haben das Ende der Eishöle erkundet. Das war sehr beeindruckend (leider keine Bilder).

Nach der tollen Abkühlung während der Fieldwork sind wir mal morgens vor der Uni in den Fjord hier in Longyearbyen reingelaufen. Die Abkühlung zwischendurch tut richtig gut und ist so simpel ;)

Die Endphase an der Uni beginnt und ich fange an für die Abschlussleistungen zu arbeiten. Damit rückt auch das Ende des Semesters und die Rückkehr nach Deutschland näher. Bevor ich nach Deutschland zurück komme, mache ich noch einen Zwischenstopp in Oslo und hoffe, dass ich mich dort langsam an die sommerlichen Temperaturen gewöhnen und die Erlebnisse von diesem Semester schon etwas verarbeiten kann.

Bis bald - vielleicht schon live und in Farbe-,
eure Linda :)

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Oster-Besuch

Hallöchen,

die Osterpause auf Spitzbergen durfte ich zusammen mit Mama, Papa, Sandra und Sophie verbringen. Wir hatten ein tolle Woche mit -mal wieder- super Wetter und vielen Erlebnissen :)

Am ersten Tag sind wir um die Wasserkante vom Fjord vor Longyearbyen gewandert. Dies war eine toller entspannter Start, um sich zu aklimatisieren und herauszufinden, wie man sich am besten (zwischen schwitzen am Berg und frieren im Wind) kleidet.

Dann haben wir gemeinsam eine interessante und erlebnisreiche Bootsfahrt nach Barentsburg gehabt. Dabei sind wir mit unserem Boot an die Kante vom Meereis gefahren und durften aufs Eis gehen und die Front eines Gletschers bewundern. Wieder auf dem Schiff wurde sehr authentisch Whiskey auf Gletschereis serviert.

 

Auf der Weiterfahrt wurden wir auf dem Schiff bekocht. Dann haben wir auf dem Weg nach Barentsburg noch zwei Walrösser auf einer Eisscholle gesehen.

Angekommen am Zielort haben wir eine Führung durch die Ort bekommen. In der Stadt ist die interessante und spezielle Architektur zu bewundern. Im Zentrum ist eine Statue von Lenin zu finden. In einem kleinen "Supermarkt" haben wir sogar Orangensaft von Wesergold entdeckt :D

Die Rückfahrt nach Longyearbyen konnten wir die meiste Zeit draußen verbringen und bei Sonneschein die Küstenlinien bewundern.

In der weiteren Zeit haben wir viele Wanderungen auf die umliegende Berge und Gletscher mit den Eishöhlen gemacht. Sonst haben wir es uns in der Wohnung gemütlich gemacht und unsere Energiereserven aufgefüllt ;)
Das war für alle ein tolle Zeit und Sophie konnte ich von diesem wunderbaren Ort so sehr überzeugen, dass sie mich über Pfingsten noch einmal besuchen kommt :) Das finde ich klasse!

Bis denne,
Linda

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Fieldwork

Hallo ihr Lieben,

nun gibt es endlich wieder ein Update. Heute werde ich über die Exkursionen mit der Uni berichten. Die nächsten Tage werde ich euch von der Zeit mit meinem Oster-Besuch erzählen und dann noch über die aktuellen Geschehnisse schreiben.

Fieldwork #1

Mit den beiden Kursen an der Uni hatten wir jeweils eine Woche mit Messungen.
Die erste Fieldwork war mit dem Kurs "Schnee- und Eis-Prozesse". Dafür sind wir jeden Tag etwa 20 km mit dem Snowscooter zu den Gletschern Tellbreen und Blekumbreen gefahren. Auf angehängten Schlitten haben wir das Equipment und die Messgeräte transportiert. Am Gletscher angekommen, haben wir uns in Gruppen aufgeteilt, die im Vorhinein nach verschieden Aufgaben eingeteilt wurden. Das Ziel unserer Gruppe war die Geschwindigkeit der Gletscher im Vergleich zu den letzten Jahren zu bestimmen. Dazu haben wir an bestimmten Referenzpunkten GPS-Messungen gemacht.
 
Anderer Gruppen haben die Massenbilanz, die Gletschereis-Verteilung oder die Schneeschichten untersucht.
Der Arbeitsplatz war immer mit einem schönen Ausblick verbunden. Während dieser Woche hatten wir Glück mit dem Wetter. Wir hatten die meiste Zeit Sonnenschein und konnten über einen Großteil der Zeit frostige Temperaturen von -20°C genießen. Das war auch eine Herausforderung, da wir dort keinen Platz zum Aufwärmen hatten und ganztägig draußen unterwegs waren.

Neben der Arbeit gab es auch ein bisschen Vergnügen. An einem Tag sind wir mit unserem Kurs ins 60 km enfernte Svea gefahren, wo ein anderer Kurs ebenfalls Fieldwork hatte und Experimente gemacht hat. Zum Schluss der Woche sind wir in die Eishöhlen vom dem Gletscher gegangen.

Fieldwork #2

Die zweite Fieldwork war nochmal ein Stück beeindruckender. Um mit dem Kurs "Lust-Eis-Ozean Interakion" Untersuchungen von Ozean, Meereis und Atmosphäre machen zu können, sind wir mit dem Schiff des Governors eine Woche unterwegs gewesen. Uns ging es richtig gut. WIir wurden drei mal täglich sehr lecker bekocht und konnten dann gestärkt unsere Messungen durchführen.

Die ersten Messungen haben wir bei offenem Wasser außerhalb der Fjorde im Westen von Spitzbergen gemacht. Dazu haben wir in Schichten gearbeitet und ich konnte während meiner Schicht von 3 bis 6 Uhr morgens schon die Sonne auf dem Helikopterdeck genießen. Dazu hatten wir ordentlich Wind mit bis zu 15 m/s, der aber einigen durch bis zu 6 m hohen Wellen zu schaffen gemacht hat ;) Mir haben zum Glück Tabletten gegen die Seekrankheit geholfen.

Angekommen am Zielort sind wir am dritten Tag morgens in Meereis reingefahren. Dann konnten wir direkt vom Schiff auf Eis und konnten unsere Messungen durchführen. Am Ankunftstag wurde dann vom Govenor eine Rettungsübung mit dem Helikopter am Schiff durchgeführt. Im Verlauf der Woche wurde dann noch eine weieter Übung durchgeführt.

Das Schiff ist ziemlich groß, sodass es nicht wirklich möglich war mich und die gesamte Höhe des Schiffs auf ein Bild zu bekommen :D

Die Zeit auf dem Schiff war super angenehm, weil wir uns überall frei bewegen durften. Man konnte immer auf die Brücke, in den Aufenthaltsraum oder ins Kino gehen. Auf der Brücke war auch ein Arbeitsplatz, den man nutzen konnte, wenn man ein ruhiges Plätzchen für die Datenauswertung haben wollte. In die andere Richtung hatten wir einen tollen Blick zu den Bergen und deiner Gletscherfront.

Während dieser Fieldwork war es meine Aufgabe Messung zum Thema Strahlung zu machen. Diese Messung war auch mit anderen meteorologischen Messungen verbunden. Um möglichst ungestörte Ergebnisse zu bekommen, haben wir unsere Messstationen etwas weiter vom Schiff aufgebaut und hatten von dort aus ebenfalls einen tollen Blick auf das Schiff.

Da das Meereis zur Wasserkante ein beliebter Aufenthaltsort für Eisbären ist, mussten wir sobald jemand auf dem Eis gearbeitet hat Wache halten. Dazu hat einer auf der Brücke und einer auf dem Eis die Umgebung im Blick gehabt. Leider hat sich die Mühe nicht gelohnt und ich habe bis jetzt immer noch keinen Eisbären gesehen.... :P
Zum Abschluss dieser Fieldwork sind wir ins kalte, also wirklich kalte Wasser gehüpft. Dafür haben wir ein größeres Loch ins Meereis gesägt und haben wir uns, bei einer Wassertemperatur von -0.8°C (das salzige Meerwasser gefriert erst bei -1.8°C), kurz abgekühlt. Das war echt cool! :)

Nun sind die Berichte schon fast fertig geschrieben und die Klausurenphase rückt näher. Das waren beeindruckende Erlebniss und tolle Erfahrungen, die ich sammeln konnte. Es ist super, dass uns die Uni das alles ermöglicht hat.

Bis ganz bald,
eure Linda

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Besuch aus Deutschland, Exkursion und Sonnen-Fest

Hallo,

es gibt aus der letzten Zeit wieder einiges zu berichten. Wie es dieses Jahr leider schon öfters vorgekommen ist, hatten wir letzte Woche mal wieder knapp über 0 Grad, Regen und relativ starken Wind. Das ist jetzt zum Glück überstanden und wir haben blauen Himmel und Temperaturen um -16 °C. Dafür haben wir keinen Neuschnee, wodurch die Wege ziemlich eisig sind. Aber zum Glück gibt es Spikes!

In den letzten zwei Wochen hatte ich Besuch von Stefan und wir haben uns viel rund um Longyearbyen angeschaut. Am ersten Tag hier wollten wir gleich auf den höhsten Berg in der Nähe. Leider hat uns der Wind nach etwa 3/4 des Weges gestoppt. Trotzdem hat es uns viel Spaß gemacht gegen den Wind anzukämpfen ;) Die aus Deutschland mitgebrachten Popo-Rutscher waren auch dabei. Die sind super-praktisch, um die Berge runter zu rodeln.

Den Tag danach haben wir einiges rund um den Gletscher Larsbreen (nicht weit vom Wohnheim) erkundet. An dem ersten Berg Lars Hiertafjellet konnten wir nicht die letzten 20 m bis zur Spitze gehen, da die Schneebedingung unsicher erschienen. Da der letzte Teil etwas steiler war, haben wir Crampons getragen. Dadurch hat man im Schnee eine viel höhere Trittsicherheit. Anschließend sind wir zu dem etwas tiefer liegenden Berg Sakrofagen gegangen. Dort hat man ein kleines Plateau und einen guten Ausblick auf den Ort. An der Stelle war es ziemlich windig, sodass wir uns ordentlich dagegen lehnen konnten. Anschließend haben wir den Gletscher nochmal überquert und uns die Eishöle angeschaut.

Am Abend gab es eine von Studenten organisierte Party, inklusive einem wirklich sehr leckeren Essen von unserem Mensa-Koch. Die nächsten Tag hat uns das Wetter gezwungen mehr oder weniger drinnen zur bleiben. Doch mit 6 km Fußweg zur Uni und zurück kommt man noch genug raus... :P

Und ich habe ein super leckeres Kehrpaket aus Deutschland mitbekommen. Daraus haben Stefan und ich dann ein deutsches Abendessen mit Bratwurst und Kartoffelsalat für meine WG gekocht, was allen gut gefallen hat.

Zum Ende der Woche konnten wir dann noch zwei Ausflüge machen. Am Freitag nach der Uni sind wir mit ein paar Leuten aus meiner Klasse auf die andere Seite des Fjords gegangen und haben uns den Ort aus einer anderen Perspektive angeschaut. Das Wetter war klasse und der Untergrund ziemlich eisig.



Am letzten gemeinsamen Tag sind wir in einer Gruppe von Studenten auf den anderen Gletscher Longyearbreen gewandert und haben uns dort die Eishöhle angeschaut. Diese Eishöhle ist deutlich größer, als die im Larsbreen. 
Danach sind wir den Gletscher noch etwas hoch gewandert und hatten einen tollen Ausblick mit ein paar extra Sonnenstrahlen.

Den Rest der Woche haben wir uns verschiedene Sachen in und rund um den Ort angeschaut und abends etwas mit den Leuten aus meiner WG unternommen. Während des schlechten Wetters waren wir im Svalbard-Museum und konnten ein Eisbären sicher, aus kurzer Distanz inspizieren ;)

Am Sonntag Nachmittag haben ich mit Leuten aus meiner WG noch eine Tour über den Plateauberg gemacht. Da haben wir eine Rentier-Familie getroffen und konnten am Ende den schönen Ausblick auf den Fjord genießen, wo sich langsam Meereis bildet.

Mittlerweile sind die klassichen Vorlesungen vorbei und die praktische Arbeit mit der Uni fängt an. Wir waren schon einmal draußen und haben Schneeschichten an einem Hang untersucht. Dafür haben mehrere Gruppen ein etwa 1 m x 2 m Loch mit einer Tiefe von etwa 1.5 m gegraben. Ab Samstag fahren wir mit dem Kurs 'Schnee- und Eisprozesse' tagesweise über 9 Tage mit dem Schneemobil auf einen Gletscher und machen verschiedene Messungen, die wir anschließend in einem Bereicht auswerten. Das gleiche Prinizip gilt für meinen zweiten Kurs Luft-Eis-Ozean Interaktion. Das steht aber erst im April an. Im Moment müssen wir uns mit den Messgeräten vertraut machen und unsere Messungen vorbereiten, damit draußen, bei unter -20 °C, alles gut klappt.

Heute gibt es ein "Sonnen-Fest" im Ort, weil die ersten Sonnenstrahlen die Berge überwinden können und den offiziellen Punkt im Ort erreicht. Ich bin sehr gespannt, was dann heute Mittag passiert und werde euch nächstes mal berichten :)

Bis bald,
Linda

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Die Sonne ist zurück

Ich habe die Sonne wieder geshen! Gestern sind wir auf den höchsten Berg in der Umgebung vom Wohnheim gewandert, um die Sonne nach über 6 Wochen wieder zu sehen. Dafür sind wir auf 1050 m gewandert. Wir hatten die allerbesten Bedingungen. Wir hatten einen wolkenfreien Himmel, einen guten Untergrund zum laufen (nicht zu tiefer Schnee, kaum Eis) und kein Wind. Dazu hatten wir winterliche Temperaturen von etwa -20 °C. Dieses Erlebnis war unbeschreiblich toll. Bis die Sonne im Ort zu sehen ist, müssen wir aber noch ein paar weitere Wchen warten ;)

 

Dazu gab es in der letzten Zeit einiges zu sehen. Wir hatten die Möglichkeit eine Mondfinsternis zu beobachten. Dafür sind wir mit meheren Leuten etwas aus dem Ort rausgewandert und haben ein paar Fotos gemacht.

Zudem belege ich hier noch ein "allgemeinen" Kurs über Nordlichter. Mit diesem Kurs hatte ich die Chance zwei Exkursionen zu machen. Zum einen waren wir bei SvalSat. Das ist eine Institution, die die Daten von den polarumlaufendne Satelliten empfängt (Wetterdaten usw.) und sie über ein Kabel zum Festland sendet.

Außerdem waren wir bei dem Observatorium, wo die ganzen Beobachtung mit Radaren und optischen Geräten für die wissenschaftliche Untersuchung der Nordlichter gemacht wird. Von dort aus hatten wir ebenfalls einen tollen Blick zum Ort.



Und nachdem wir wieder eine Schlechtwetter-Phase mit wärmeren Temperaturen und viel Wind hatten, konnten wir in den letzten Tagen gutes Wetter genießen. In der Mittagspause an der Uni waren wir mal am Fjord und haben vergeblich nach Meereis gesucht.

Zudem konnten wir bei klarem Himmel mehrere beeindruckende Nordlicher und Sternenhimmel bewundern und fotografieren.

Grüße aus der verzaubernden Arktis!
Eure Linda :*

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Ab nach draußen!

Nun ist endlich der Winter so richtig angekommen! Am Wochenende gab es den ersten ordentlichen Schneefall während unseres bisherigen Semesters :) Nachdem wir die letzen Tag meistens so -3 °C hatten is es jetzt auch kälter geworden. Wir haben in die nächsten Tagen Temperaturen so um die -11 °C. DIe Bedigungen sind echt gut, da wir kaum Wind haben und somit die Temperaturen sehr gut zu ertragen sind.
Nach dem Regen vor zwei Wochen waren die Straßen sehr glatt. Ohne Spikes unter den Schuhen gab es hier kaum ein Vorankommen ...

.... doch nach dem Schnee kann man wieder gut auf den Straßen gehen. Zum Wandern braucht man aber auf jeden Fall Spikes.

Ab und zu ist mir auf dem Uniweg auch ein Rentier begegnet. Die Tiere sind total ruhig und bewegen sich nur ganz gemächlich vom Fußweg runter ;)

In der Uni ist es nach wie vor interessant. Die Vorlesungen sind so aufgebaut, dass wir in der ersten Zeit verschiedene Dozenten aus verschiedenen Ländern haben, die uns meistens eine Woche unterrichten. Somit lernen wir viele verschiedene Bereiche kennen. Später, wenn das Licht wieder da ist, werden wir zwei Exkursionen machen und uns anschließend an die Auswertungen setzen.

Mittlerweile fängt die Dämmerung schon an und man erkennt über Mittag die Konturen ziemlich gut. Mit dem besseren Ausblick auf die Umgebung wird der Weg zur Uni noch schöner.

An den letzten beiden Wochenenden habe wir Ausflüge gemacht und sind in der näheren Umgebung gewandert. Wir können uns mit dem bestandenen Sicherheitstraining Gewehre von der Uni ausleihen. Damit ist es möglich, dass wir außerhalb des Ortes wandern gehen.
In kleinen Gruppen waren wir zweimal bei den Eishöhlen am Gletscher oberhalb unseres Wohnheims. Jetzt im Winter kann man in die Eishöhlen reingehen und die Eisstrukturen bewundern. Von dort aus hat man ebenfalls einen tollen Blick auf den Ort.

 

Gestern sind wir auf den Berg auf der anderen Seite des Tals und dann über das Plateau gewandert. Das war super schön. Die kurzen und steilen Anstiege haben es in sich. Gesten mussten wir auf einmal knapp 500 Höhenmeter machen. Dafür war es dann geschafft und es ging nur noch gerade aus und bergab. Nach dieser anstrengenden Tour habe ich meiner Dauerkarte fürs Schwimmbad genutzt. Das tolle daran ist (wie wahrscheinlich überall in Skandinavien), dass die Sauna inklusive ist ;)



Das bessere Wetter in dieser Woche habe ich genutzt und ein Bilder von der Stadt und von den Nordlichtern gemacht. Und die Sterne funkeln richtig am Himmel :) Dadurch dass die Mondphasen hier anders sind und es davor viel bewölkt war, habe ich diese Woche das erste Mal den Mond gesehen.

 

Zum Abschluss noch eine Abbildung (Titelbild eines Buches) über die Norweger:

... da ist schon ein bisschen was dran :D

Beste Grüße aus dem wunderschönem und winterlichem Svalbard :)

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Sicher unterwegs in der Arktis

In der ersten Woche an der Uni hatten wir von Montag bis Samstag ein Sicherheitstraining. Dabei haben wir gelernt, wie wir uns in der Arktis verhalten müssen, um Unfälle zu vermeiden beziehungsweise was wir machen sollen, wenn etwas passiert. Dieses Wissen ist für private Ausflüge und die Exkursionen mit den Unikursen im Frühjahr relevant. Allgemein war der Kurs sehr einprägend, da uns oft und deutlich gesagt wurde, was alles passieren kann. Sehr hilfreich war der dazugehörige praktische Teil. In diesem wurde uns beigebracht, was man im Ernstfall machen soll.

Zum Sicherheitstraing gehört Erste Hilfe, Umgang mit den Notfallausrüstungen, sowie Navigation und Kommunikationsmittel im Gelände. Außerdem haben wir gelernt, wie man Menschen aus einer Gletscherspalte retten kann oder am schnellsten in einer Lawine findet. Weil wir alles selber durchführen konnten, hat es mich wirklich weitergebracht.

Die beeindruckensten Bereiche waren für mich der Umgang mit dem Meereis und die mögliche Verteidigung gegen Eisbären. Wir konnten die Erfahung sammeln, wie es ist, wenn man in Eis einbricht. In einem See in Ortsnähe (um den Ort herum gibt es auch noch kein Meereis) haben die Organisatoren ein Loch ins Eis gemacht, durch das wir durchschwimmen und uns anschließend eigenständig an Land ziehen mussten. Ich schätze, dass das Eis etwa 40 cm dick war. Wir hatten dafür ein dicken Außenanzug und Stiefel an. Da man nur ein paar Sekunden im Wasser war, war es gar nicht so kalt. Und dann ging es auch schon zurück ins Warme und Trockene ;) Das war wirklich beeindruckend!

Auf dem Schießstand haben wir gelernt, wie wir mit einer Eisbärbegegnung umgehen. Falls es zu einem Angriff vom Eisbär kommt, müssen wir uns verteidigen können. Dazu haben wir Schießübungen mit dem Gewehr gemacht. Sofern wir den Umgang mit dem Gewehr beherrschen, dürfen wir uns für Ausflüge außerhalb des Orts ein Gewehr ausleihen.

Der Abschluss des Sichheitstrainings hat über mehrere Stunden im freien Gelände stattgefunden, wo wir an verschiedenen Stationen in Gruppen unter Beweis stellen mussten, dass wir unter anderem Erste Hilfe sowie Gletscher- und Lawinenrettungen durchfühen können. Das Wetter hat sozusagen mitgespielt und uns dazu schwierige (und damit vielleicht realitätsnahe) Bedigungen geliefert. Wir hatten starken Wind und viel Regen.

Nun sind wir sehr gut für unsere Zeit vorbereitet! In der nächsten Woche beginnen die Vorlesung und damit der Unialltag. Bisher komme ich mit der Dunkelheit sehr gut klar, weil ich tagsüber immer viel Programm hatte. Während der Woche habe ich schon die erste Gruppe von Rentieren im Ort gesehen. Bilder kann ich euch diesmal nicht liefern....Schwarz auf Schwarz wäre nicht so spannend ;)

Liebe Grüße von der nördlichsten Universität der Welt ;)
Eure Linda.

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Ankunft und erstes Kennenlernen

Hallo alle zusammen,

ich habe es geschafft und bin an meinem Zielort Longyearbyen auf Svalbard angekommen. Die Reise war super lang, aber die Anstrengung hat sich gelohnt! Auf dem Flug von Tromsø nach Longyearbyen konnten wir schließlich einen letzten Blick auf das Sonnenlicht erhaschen.

Mein Flugzeug in Tromsø  Letzes Sonnenlicht zwischen Tromsø und Longyearbyen   

Nach über 23 Stunden in Flugzeugen und Flughäfen bin ich endlich in der weißen Wunderlandschaft angekommen. Anschließend wurden wir mit dem Bus zu unserer Barakke gebracht. Mit meinem Zimmer bin ich sehr zufrieden und habe einen tollen Blick in die Natur. Allerdings lassen sich bisher nur die Kontouren erkennen. Aber schon im dunkeln wirkt die Landschaft beeindruckend. In den letzen beiden Tage lag die Temperatur bei etwa -10 °C. MIt den superwarmen Klamotten ist es gut zu ertragen! Jetzt müssen wir uns noch an die Dunkelheit gewöhnen...dafür konnte ich gestern schon erste schwache Nordlichter beobachten!

MeinWohnheim - Barakke 11

Gestern haben wir den Ort erkundet. Der Ort ist ein bisschen weitläufiger, als ich es mir vorgestellt habe ;) Um in den Ort zu kommen, müssen wir einen 30-minütigen Spaziergang machen. Zum Einkaufen von Lebensmitteln gibt es hier nur einen Supermarkt, aber da ist immer was los und man findet auch bekannnte Produkte aus Deutschland.

Die Einkaufsstraße im Zentrum Blick über einen Ortsteil

Gestern Abend hatten wir ein Lagerfeuer, wo wir uns etwas aufwärmen und neue Leute kennenlernen konnten. Hier lernt man vor allem norwegische und deutsche Leute kennen ;)

Meine WG teile ich mir mit fünf anderen Jungs (3 Deutsche, 1 Franzose, 1 Däne). WIr verstehen uns wirklich gut und bisher ist alles total unkompliziert. Morgen geht die Uni los und wir starten mit dem Sicherheitstraining. Ich bin sehr gespannt und werde euch davon berichten ;)

Freudige Grüße,
Linda

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